Beschluss: Die Goethe-Schule wird neu gebaut
Ausschuss-Mitglied Willy Krämer
Dass die Schule an ihrem bisherigen Standort bleibt, war lange nicht selbstverständlich. Ursprünglich war vorgesehen, den Standort aufzugeben und die Grundschule dauerhaft beim Elsensee-Gymnasium unterzubringen. Doch die Schülerzahlen und der Raumbedarf an beiden Schulen sind gestiegen. Auch für diese Lösung hätte Quickborn einen neuen teuren Gebäuderiegel bauen müssen.
Wir haben uns über viele Jahre für den Erhalt der eigenständigen Goethe-Schule an der Goethestraße eingesetzt. Mit dem Grundsatzbeschluss von 2024 wurde die Weiche dafür gestellt, einen Neubau am bisherigen Standort weiterzuverfolgen. In der anschließenden vorbereitenden Phase 0, die in diesem Sommer abgeschlossen wurde, wurden der Bedarf der Schule und die baulichen Möglichkeiten ergebnisoffen untersucht. Nun stand am vergangenen Mittwoch (23.09.2026) die Entscheidung zwischen einem vollständigen Neubau und einer grundlegenden Sanierung an.
Ein Neubau der Goethe-Schule bietet im Vergleich zu einer Sanierung unserer Meinung nach entscheidende Vorteile hinsichtlich Planung, Kosten und Zukunftsfähigkeit. Durch die vollständige Planungsfreiheit lassen sich Architektur, Energieversorgung, Raumkonzepte und Außenanlagen optimal auf moderne pädagogische Anforderungen abstimmen, anstatt Kompromisse mit einer Struktur aus den 1960er-Jahren einzugehen. Zudem garantiert der Neubau eine höhere Kostensicherheit und minimiert unkalkulierbare Bestandsrisiken, wie verborgene Schadstoffe, Baumängel oder teure Nachträge, die sich bei Altbauten häufig erst während der Arbeiten zeigen. Angesichts der hohen Investitionssumme und der Unsicherheiten früher Kostenschätzungen können die Stadt Quickborn und künftige Generationen mit einem Neubau ein dauerhaftes, energetisch wie technisch modernes Gebäude und damit den größtmöglichen Gegenwert über den gesamten Lebenszyklus erhalten.
Für die Bauzeit gibt es inzwischen eine Perspektive: Die Schüler sollen vorübergehend Räume der Freien Gemeinschaftsschule an der Feldbehnstraße nutzen können, was alle Fraktionen einstimmig beschlossen haben. So bleiben ihnen jahrelanger Baulärm und Einschränkungen durch die Großbaustelle direkt neben dem Unterricht erspart. Uns ist bewusst, dass der zeitweilige Umzug für Kinder und Familien eine Umstellung bedeutet. Deshalb muss er sorgfältig vorbereitet werden. Ein veränderter Schulweg, neue räumliche Gegebenheiten und neue Abläufe bringen zunächst Herausforderungen mit sich, bis sich der neue Schulalltag eingespielt hat.
Unser Ausschussmitglied Willy Krämer brachte die Entscheidung in der Sitzung auf den Punkt: „Der beste Zeitpunkt, die Goethe-Schule neu zu bauen, war vor 20 Jahren. Der zweitbeste Zeitpunkt ist heute.“
Jetzt kommt es darauf an, die Planungen zügig und verlässlich voranzubringen. Wir werden uns weiter dafür einsetzen, dass an der Goethestraße eine moderne Schule für kommende Generationen entsteht. Ende 2029 soll sie fertig sein.